Augensterns Welt

Kategorie: Patchwork

  • Quilts setzen Zeichen  – „Stopp – Gewalt gegen Frauen“

    Quilts setzen Zeichen – „Stopp – Gewalt gegen Frauen“

    Als der Aufruf der Rhein Modern Quilt Guild kam, war für mich sofort klar: Ich mache mit! Frauenrechte sind Menschenrechte und dafür müssen wir alle einstehen. Und, mit mir meldeten sich insgesamt 50 Mitglieder der Rhein MQG an. Hier geht es zum aktuellen Blogbeitrag: Die Online Ausstellung ist eröffnet!  

     

     

    Bei meinen Recherchen bin ich auf erschütternde Fakten gestoßen: Weltweit erlebt etwa jede dritte Frau körperliche oder sexuelle Gewalt, oft durch Menschen aus dem direkten Umfeld. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine schwerwiegende Verletzung grundlegender Menschenrechte und hat häufig verheerende Folgen, bis hin zum Tod!

    Wir alle können etwas tun, damit Gewalt gegen Frauen und Kinder bekämpft wird!

     

    Eine Kindheitserinnerung wurde in mir wach. 

    Das Kinderspiel… „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“  „Niemand! – Und wenn er kommt, dann laufen wir.“

    Wichtig ist mir: Hier symbolisiert Schwarz das Bedrohliche, nicht eine Hautfarbe!

     

     

    Das Bild des „bösen Mannes“, das schon im Kinderspiel auftauchte, hat sich tief eingeprägt. Die Warnung der Mutter „Komm nicht zu spät heim, es ist gefährlich im Dunkeln“ kenne ich gut. Dieses unwohle Gefühl, die Angst vor dem Unbekannten – es ist geblieben. Die Ahnung, dass es Männer gibt, denen man nicht vertrauen sollte.

    Viele Mädchen lernen früh, sich anzupassen, leise zu sein oder Rücksicht zu nehmen, Verhaltensmuster, die Ungleichheit festigen und bis ins Erwachsenenalter nachwirken. Es ist Zeit, diese Muster zu durchbrechen und klar zu sagen: Frauen haben dieselben Rechte. Immer. Überall. Ohne Ausnahme.

    Also begann ich zu planen: 

    Doch wie lässt sich dieses Thema mit Stoff und der Farbe ORANGE darstellen?

    Ich suchte nach Worten, arrangierte sie, probierte Formulierungen aus und rückte die Farbe Orange immer wieder in den Mittelpunkt. Wie wirkt sie am stärksten? Wie leuchtet sie am intensivsten? Orange sollte ein klares Signal sein, ein Weckruf für Frauen und die Gesellschaft.

     

     

    Die Vorgabe der Rhein MQG, sich auf 30 × 30 Inch zu beschränken fiel mir nicht leicht, ich musste mich auf wenige, aber kraftvolle Worte beschränken: Achtsamkeit, Freiheit, Respekt, Gleichberechtigung, Selbstbestimmung, Sicherheit, Mut, Solidarität, Empowerment, Würde, Gerechtigkeit, Zivilcourage, Unterstützung, Schutz, Verantwortung, Vertrauen, Mitgefühl … Jedes Wort bedeutend, doch der Platz war begrenzt.

     

     

    Gewalt passiert nicht irgendwo weit weg – sie geschieht auch hier, mitten in Deutschland. Frauen werden vergewaltigt, bedroht, verletzt und oft müssen sie sich danach noch rechtfertigen: Was hattest du an? Warum warst du dort? Hast du provoziert?

    Solche Fragen sind falsch. Frauen müssen ohne Angst, ohne Scham und ohne Schuldzuweisungen leben können.

     

    Mein genähter Quilt:

    verwendete Stoffe:
    • Basicgrey / Nocturne dunkelblau by Grunge
    • Spraytime 2800 by The Henley Studio, Makower UK

     

    Mein Quilt und mein Artist Statement – „STOPP: GEWALT GEGEN FRAUEN“

    Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig – sichtbar und unsichtbar. Sie zeigt sich in Erniedrigung, Angst, Diskriminierung, Wegsehen und in all den kleinen Momenten, in denen Respekt fehlt. Mit meinem Quilt möchte ich ein klares, unübersehbares Zeichen setzen.

    Die applizierten Silhouetten von Frau und Mann symbolisieren ein bestehendes Machtgefälle – und den Mut, sich ihm entgegenzustellen. Worte wie Respekt, Freiheit, Mut, Würde, Zivilcourage, Gleichberechtigung, Schutz und Frieden habe ich mit verschiedenen Techniken sichtbar gemacht: genäht mit Foundation Paper Piecing, gestickt mit der Maschine.

    Die Vielfalt an Worten und Techniken steht für die vielen Stimmen, die nötig sind, um Veränderung möglich zu machen. Denn: „Nein heißt Nein.“ Und es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dafür einzutreten, dass Mädchen und Frauen überall und jederzeit ohne Gewalt leben können.


    Warum der 25. November wichtig ist…

    Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen geht auf Aktivistinnen aus Lateinamerika und der Karibik zurück, die an die Ermordung der Mirabal-Schwestern am 25. November 1960 erinnerten. 1993 verabschiedete die UN die „Declaration on the Elimination of Violence against Women“, und 1999 wurde der 25. November offiziell zum weltweiten Gedenk- und Aktionstag erklärt. Seitdem nutzen Menschen weltweit diesen Tag, um auf Gewalt aufmerksam zu machen und ein klares Zeichen zu setzen.
    Mein Quilt ist mein Beitrag – ein Stück Stoff, das eine große Botschaft trägt. Ein Aufruf an uns alle: Hinhören, hinsehen, handeln. Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Gewalt gegen Frauen nicht länger geduldet wird. Ja, Frauen haben dieselben Rechte. Immer. Überall. Ohne Ausnahme und dafür machen wir uns stark!


    Unterstützende Seiten:

     

    Zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen lautet meine Message:

    Du bist nicht schuld! Gewalt hat keinen Platz in deinem Leben. ♥

    Du bist wertvoll, stark und nicht allein. ♥

    Es ist mutig, Hilfe zu suchen – du hast jedes Recht dazu. ♥

    Deine Geschichte verdient Gehör. Deine Würde bleibt unantastbar. ♥


    Schaut euch die Online Ausstellung der Rhein-MQG an, mit allen 50 Quilts der Teilnehmerinnen. Eine grossartige Kampagne!!

    Die Online-Ausstellung ist eröffnet!

    Im Mai 2026 wird die Ausstellung erstmals live zu sehen sein und zwar auf der Nadelwelt Karlsruhe. Dort wird es eine eigene Ausstellung zu dem Thema geben!

    Ich gehe mit diesem Beitrag zu Andreas Samstagsplausch und hoffe, sie hat nichts dagegen, denn das Thema hat es echt in sich!

  • Quilt to Bee Nähtreffen in Prüm 2025

    Quilt to Bee Nähtreffen in Prüm 2025

    Am letzten Wochenende war es wieder so weit: Unsere Quilt to Bee und die #fleißigebeenchen Patchworkgruppe haben sich zum zweiten Mal in Prüm zum gemeinsamen Nähwochenende getroffen. 14 Nähbienen aus Deutschland von Hamburg bis Bayern waren angereist, und die Stimmung war erneut wunderbar entspannt und herzlich.

    Schon letztes Jahr hatten Judith aka Frau Pappe näht und Sabrina aka Sewma_sam zum ersten Näh-Retreat 2024 eingeladen. Ein großartiges Event, auf das ich mich das ganze Jahr über gefreut hatte. Auch die dreistündige Autofahrt in die Eifel mit Rike von Fleckchensquilt war wieder sehr angenehm. Wenn die Chemie zwischen Nähfreundinnen stimmt, ist gute Laune quasi vorprogrammiert. 

    Empfangen wurden wir im Nähraum „Karl der Große“ am Platz von tollen Goodies, die Judith und Sabrina zusammengestellt hatten. Judith hatte wieder den Plotter angeschmissen und fröhlich für uns gewerkelt. In diesem Jahr gab es nicht nur den Plot für die diesjährige Projektmappe…

    sondern auch noch schöne Plots mit Nähbildern und coolen Sprüchen, um Kleidung aufzupeppen. Sieht das nicht cool aus?!!  Damit habe ich mir meinen Hoodie richtig schick aufgepeppt. 

    Eigene Projekte hatte ich mir diesmal genug mitgenommen, u.a. die schönen Liberty Stoffe von unserer England Reise aus Truro, im September waren wir dort. Ich war total happy gewesen blaue Liberty’s zu finden!! Die wollten unbedingt noch in diesem Jahr angeschnitten werden. 

    Aber auch die aktuellen Bee-Blöcke von Rike wollte ich direkt vor Ort fertigzaubern. Die Ombre und auch die Hintergrundstoffe hatte Rike uns mitgebracht. Wir haben sie nur noch zusammengenäht und aus den kleinen Stoffpaketen durften wir uns die Lieblingsfarbe aussuchen. Ich wählte PINK aus.

    Ein Gemeinschaftsprojekt von Andi aka Fethi_s_Kreativbude, Rike und mir war, kleine Reißverschluss Taschen, das Double-Zip-Pen-Cace von Kotobukisewing zu nähen. Andi hatte es zuvor bei Instagram gezeigt. Ich zauberte gleich vier auf einen Streich, und genäht haben wir auch wieder bis in die Nacht. Denn es war diesmal richtig laut in der Juhe!

    Am ersten Abend gab es ein Live-Konzert mit den Blackfoos und am zweiten Abend wurde der Prinz aufgestellt. Ja, Faschingspartys sind sehr laut. Und, bei uns ging es auch bis nachts um drei! Das werden wir wohl nicht so schnell wieder vergessen. 😉

    Die Runde war wieder so nett mit allen Teilnehmerinnen. Hier der Tisch mit den #fleißigebeenchen Birgit, Maria, Andrea, Bea und Lisa und hinten das Orga-Team: Sabrina und Judith. Und, schaut mal aus dem Fenster, die Landschaft ist in der Eifel so schön. 

    Dann die zweite Tischgruppe mit weiteren Quilt to Bee Mädels. Mein Platz war neben Rike aka Fleckchensquilt, auf der linken Tischseite und unsere beiden Janomes haben sich angefreundet. 😉 Christina, Manuela, Mandy und Jana haben sich auch über das Foto gefreut.

    Hier noch mal aus der anderen Richtung. Man sieht, wieviel Spaß wir hatten. 😉

    Am zweiten Tag besuchten Birgit, Andrea und ich das örtliche Nähgeschäft „Stoffmaat“. Wir entdeckten dort wunderschöne Kunstleder für Taschen und eine große Auswahl an Bekleidungsstoffen, aber auch diverse Nähmaterialien und Zubehör aller Art. Der Laden ist wirklich gut ausgestattet! Und, das geniale für uns ist, er ist nur 7 Gehminuten von der Juhe entfernt. Welch Glück für die Prümer Nähnerds am Ort so ein schönes Stoffgeschäft zu haben.

    Dann wurde weitergenäht, erzählt, zwischendrin gegessen, gelacht, gebügelt, nachgedacht, auch mal aufgetrennt und weiter an den Projekten gewerkelt. Bei uns in der Runde ist es einfach nett und ich freue mich jetzt schon sehr auf das kommende Jahr und eine Wiederholung unseres schönen Treffens. Hach, meinet wegen könnte ich gleich morgen wieder losfahren!

    Ja, Nähen macht uns glücklich! Jetzt bin ich wieder im Flow!

    Ihr Lieben, seid kreativ und genießt die schönen Momente mit Gleichgesinnten. ♥

    Machts gut!


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  • Bewegung – Mein Miniquilt für die Nadelwelt

    Bewegung – Mein Miniquilt für die Nadelwelt

    In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal bei der Miniquilt Challenge von der Rhein Modern Quilt Guild mitgemacht. Die Aufgabe war, die moderne Interpretation des Themas „BEWEGUNG/motion. Genäht werden sollte ein kleiner Quilt, in der Größe von 12 x 12 Inch, mit den Stoffen, des QuiltCon-Community-Outreach Quilts der Rhein MQG, der in Phoenix Arizona im Februar auf der QuiltCon 2025 ausgestellt und verkauft wurde. Sein Double wird gerade an diesem Wochenende auf der Nadelwelt in Karlsruhe gezeigt.

    Hier ist mein Miniquilt

    Ich hatte bei unserer USA Reise im Februar/März den Community Quilt schon am ersten Tag entdeckt und auch die Blöcke, die ich genäht hatte.

    Und, zu den Stoffen, die ich im Herbst für die Tetris-Blöcke vernäht hatte, kaufte ich im März weitere dazu, die in dem vorgegebenen Farbspektrum vorkamen.

    Gerade der dunkelblaue Hintergrundstoff hatte es mir sehr angetan. Ihr wisst ja, Blau ist meine Farbe!

     

    Aber wie lässt sich „Bewegung“ nähtechnisch darstellen?

    Ich fühlte mich wie in einem Strudel der Gefühle, Eindrücke und Inspirationen tanzten in meinem Kopf. So entstand im Geiste eine Spirale, die ich mit dem Electric Quilt 8 (EQ8) Programm entwarf und anschließend nähte ich sie auf die ausgedruckten Papiervorlagen. Mit Foundation Paper Piecing lassen sich wunderbar Nähprojekte in die Tat umsetzen. Aber nur eine Spirale war nicht genug, tanzende Menschen, die sich inspirieren lassen, wollten auch mit auf den Miniquilt und so wuchsen die Ideen und das Gefühl für die Bewegung nahm Formen an. Gequiltet habe ich mit der Nähmaschine, Kreise fand ich am angebrachtesten. Im Sog der Bewegung!

    Mein Artist Statement für den Miniquilt „Bewegung/motion“. Er wurde neben dem Quilt bei der Ausstellung als Erklärung aufgehängt. 

    „Wenn Gedanken tanzen“

    Die Spirale steht für Bewegung – ganz allgemein, aber auch für den Fluss von Gedanken, Ideen und Inspiration, die sich stetig weiterentwickeln. Kreativität entsteht, wenn wir äußere Impulse aufnehmen, sie verarbeiten und in etwas Eigenes verwandeln. In der Gemeinschaft oder allein: neue Ideen formen sich, wachsen, entfalten sich.

    Bewegung ist Leben. Sie hält uns wach, offen und neugierig. Körperliche Bewegung befreit den Geist, öffnet neue Perspektiven und macht kreativ. Wie eine Spirale, die sich stetig weiterdreht, verbindet uns Bewegung mit Wandel, Entwicklung und der Kraft der Gemeinschaft.

    Für meinen Mini-Quilt habe ich die Technik Foundation Paper Piecing (FPP) gewählt und das Design in EQ8 erstellt. Die Figuren wurden mit einer einfachen Raw Edge Appliqué-Technik appliziert – so, wie ich es im Kurs Step by Step Raw Edge Applique von Satomi Hoar auf der QuiltCon 2025 in Phoenix gelernt hatte. Das Paracord (die Fallschirmleine) erinnert mich an einen Jugendtraum. Sie ist eine Art Hilfslinie, für den Blick nach oben!

    So, das war es auch schon! 

    Ihr Lieben, ich wünsche euch einen schönen, sonnigen Sonntag!

    Viele Grüße

     


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  • Prächtige Patches eine kreative Retro Aufgabe

    Prächtige Patches eine kreative Retro Aufgabe

    Bei Clara aka Bimbambuki fand eine tolle Challenge statt, an der ich teilnehmen durfte. „Prächtige Patches“ – einer Aktion, bei der 16 Teilnehmerinnen jeweils 16 identische Patches gestalten und anschließend untereinander tauschen sollten.

    Die Aufgabe war, jeder Patch sollte im Stil eines Retro-Aufnähers oder Stickers gestaltet sein, farbenfroh, optimistisch und kreativ. Ob mit Motiv, grafisch-abstrakt oder improvisiert, die Gestaltung war den Teilnehmerinnen überlassen. Dabei gab es eine kleine Vorgabe zur Größe: Die Patches sollten quadratisch, rechteckig, rund oder oval sein und in etwa 10×10 cm oder 13×9 cm messen. Die möglichen Techniken reichten von Piecing über FPP (Foundation Paper Piecing) und EPP (English Paper Piecing) bis hin zu Appliqué – jedoch ohne offene Kanten. 

    Damit die Patches am Ende harmonisch zusammenpassen, gab es ein festgelegtes Farbschema. Jede Teilnehmerin konnte daraus zwei, drei oder mehr Farben auswählen. Verwendet wurden ausschließlich 100% Baumwollstoffe in Uni-Farben – keine Musterstoffe oder andere Materialien. Für den typischen Sticker-Look bekam jeder Patch einen maximal 1,5 cm breiten, rein weißen Rand (zzgl. Nahtzugabe).

    Nach Fertigstellung der Patches wurden die Sets getauscht, sodass jede Teilnehmerin am Ende 16 unterschiedliche, handgefertigte Kunstwerke in den Händen hielt. Ein wunderbares Projekt, das nicht nur Kreativität und Gemeinschaft förderte, sondern auch eine bunte Sammlung einzigartiger Patches entstehen ließ.

    Ich meldete mich an, damit ich mit der Aufgabe kreativ arbeiten konnte und über den Tellerrand etwas Neues ausprobieren zu können.

    Zuvor stellte ich mir jedoch die Frage: Was bedeutet „Retro“?

    „Retro” als Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „rückwärts“, man betrachtet etwas rückwärts gewandt also „retrograd“. Retro steht für eine stilistische Rückbesinnung auf vergangene Zeiten. Der Blick zurück kann in sämtliche Themenbereiche führen, oftmals ist der Fokus auf ästhetische Aspekte wie Aussehen, Formen und andere Besonderheiten einer Epoche. In der Welt der Textilien und Designs bedeutet das oft kräftige Farben, markante Muster und ein gewisser nostalgischer Charme. 

    Dann kamen weitere Fragen auf: Wann ist etwas „Retro“ und wann „Vintage“?

    Kann man das überhaupt in Jahreszahlen festlegen? Oft wird als Retro alles bezeichnet, was sich stilistisch an vergangene Jahrzehnte anlehnt – besonders an die 1950er bis 1980er Jahre. Doch letztlich liegt Retro immer im Auge des Betrachters und entwickelt sich mit den aktuellen Trends. Vintage hingegen bezieht sich auf die Jahre von 1920 bis 1980. 

    Also machte ich mich zuerst auf die Suche nach Bildern im Netz, um mir wirklich im Klaren zu werden, in welche Richtung ich gehen möchte.

    Mir kamen Begriffe wie „Flower-Power“ in den Sinn und hörte in meinem Kopf Lieder der Kindheit von The Mamas and The Papas: California Dream. Ja, Retro – das fühlt sich gut an. Die 1970er Jahre waren im Rückblick eine schöne Zeit und so war meine erste Idee ein Peace Patch zu nähen. Dann jedoch, und auch weil es schwierig umzusetzen war, entschied ich mich dann doch für eine Blüte. Die Kraft der Blumen hatte sich durchgesetzt.

    Als Motiv hatte ich ein einfaches Patch vor Augen, ein 4-Patch Pattern. Das an Schnellbälle erinnert. Also ein Quadrat, bei dem die Ecken weggezaubert werden. Ich hatte mir die Farben: Camelia und Curry ausgesucht. Davon dann einfach 4 Blöcke zusammen nähen. Zum Schluss noch den weißen Rahmen hinzufügen. Fertig!

    In der Mitte wechselte ich die Hintergrundfarbe zu einem gelben Blütenstempel, dass sah ganz gut aus. Und, ich wollte nicht super genau nähen, sondern wie damals in der Freiheitsbewegung ein bisschen „wonky“, also schief. 🙂

    Da sind sie, meine 16 Blüten Patches – kleine Blöcke zum Tauschen.

    Im Februar machten sich die Blöcke auf die Reise zu Clara, und Mitte März kam ein großer Umschlag von dir zurück, mit den 16 Retro Patches der ersten Gruppe. Welch Freude!!! 

    Die anderen hatten sich richtig ausgetobt und sooo schöne Blöcke genäht. Da Clara die Aktion auch auf Instagram teilte, habe ich die Insta-Namen jeweils auf die Blöcke geschrieben, zur besseren Ansicht. Wenn ihr wollt, schaut auch bei Clara im Blog vorbei. Sie zeigt dort alle Blöcke der drei Gruppen und zwar *hier*.

    Ich fand die Aktion so toll und habe gleich überlegt noch ein paar weitere „geheime“ Blöcke zu nähen. So sehr hat es Spaß gemacht sich kreativ auszutoben. Jetzt überlege ich, was ich aus den Retro Patches nähen werde. Ein Miniquilt vielleicht, ich lasse es euch wissen.

    Genießt den Tag und bleibt offen für Neues!

    Liebe Grüße

     

     


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  • Workshop ‚Indigo in Japan‘ im Jeromin Werkladen mit Jude Kingshott

    Workshop ‚Indigo in Japan‘ im Jeromin Werkladen mit Jude Kingshott

    Am vergangenen Wochenende fand der Kurs „Indigo in Japan“ mit Jude Kingshott statt – ein Workshop, auf den mein Mann und ich uns schon seit dem Herbst gefreut hatten. Mit insgesamt acht Teilnehmern tauchten wir in die faszinierende Welt der japanischen Indigofärbung ein.

    Da wir im Sommer 2024 selbst in Japan waren, hatten wir Jude’s Reiseberichte auf Instagram gespannt verfolgt. Sie teilte dort Eindrücke aus verschiedenen Kursen und zeigte beeindruckende Indigo-Färbungen. Wie gern hätte ich selbst in Japan einen Workshop besucht! Doch nach meinem Unfall war das leider nicht möglich. Umso glücklicher waren wir, als wir erfuhren, dass Jude einen Kurs im Textilstudio Jeromin in Mannheim geben würde – da mussten wir nicht lange überlegen und meldeten uns sofort an.

    Indigo Färbungen und die Methoden sind höchst interessant und mich hat die Farbe „Blau“ immer schon sehr fasziniert. 

    INDIGO IN JAPAN

    Der dreitägige Workshop mit Jude Kingshott war ein echtes Highlight! Sie nahm uns mit auf eine inspirierende Reise in die Welt der Indigofärbung und Shibori-Techniken. Ihre eigene 21-tägige Studienreise durch Japan bot ihr tiefe Einblicke in traditionelle Färbemethoden, die sie mit viel Wissen und Leidenschaft mit uns teilte. Besonders spannend: Sie brachte originale Stoffe aus Japan mit, um verschiedene Färbetechniken anschaulich zu demonstrieren.

    Als erfahrene Expertin für Indigofärbung sprach Jude auch über die Sukumo-Küpe – eine traditionelle, fermentierte Indigo-Küpe, die aktuell wieder stark im Trend liegt. Die verschiedenen Küpen, die sie für den Kurs vorbereitet hatte, ermöglichten es uns, die gesamte Bandbreite des Indigoblaus zu erkunden – von zarten, hellen Tönen bis hin zu tiefem, sattem Blau.

    Ein besonderes Augenmerk lag auf Shibori-Techniken, die sich perfekt für Indigo eignen. Mit Nähen, Abbinden und Falten entstanden faszinierende Muster, denn die abgedeckten Bereiche blieben weiß und bildeten einen spannenden Kontrast zum intensiven Blau des Indigos. Aufgrund der begrenzten Zeit arbeiteten wir mit Stoffstücken im Format 30 × 30 cm und konnten insgesamt acht verschiedene Designs ausprobieren – ideal für Patchwork, Nähprojekte oder als gerahmte Kunstwerke.

    Und, hier ein paar Bilder von dem Workshop….

    Der erste Kurstag stand ganz im Zeichen der Stickerei. Mit wasserlöslichen Stiften übertrugen wir filigrane Muster auf den Stoff – eine ideale Vorbereitung für die Shibori-Techniken. Mithilfe eines Leuchttischs zeichneten wir zunächst die Designs von Schablonen nach. Die Stifte hafteten gut auf dem Stoff und ließen sich später problemlos auswaschen.

    Als Material diente uns eine spezielle japanische Webware aus 100 % Baumwolle, auch Tenugui genannt – ein feines, leichtes Gewebe, das an zarte Geschirrtücher erinnert und sich perfekt für diese Techniken eignet. Das Garn stammte ebenfalls aus Japan und war recht dick. Mit doppeltem Faden und Knoten am Ende stickten wir mit viel Freude und Spaß. 

    Dann wurde der Stoff auf die Färbung vorbereitet und in einem Eimer mit Wasser ca. 15 Minuten gewässert. Nach dem Herausnehmen wurden die Fäden mit Knoten fixiert und dann in der Indigo Lösung 2 Minuten gefärbt. Es war faszinierend zuzusehen, wie der Stoff beim Herausnehmen die Farbe wechselte. Zuerst war er tief grün, dann durch die Oxidation mit der Lust wurden er satt blau. Schöne, Blau-mach-Experimente.

    Nach dem Färben mussten die behandelten, eingeschnürten Stoffe erst einmal wieder mindestens 15 Minuten „trocknen bzw. einwirken“. Dann erst wurden die Fäden vorsichtig gelöst und tolle Muster kamen zum Vorschein. Andere Werkstücke wurden mehrfach gefärbt, damit der Farbton richtig tief wurde.

    Ein ganz anderes Muster ergab die Kreise-Zeichnung, die ebenfalls gestickt wurde. Bei dieser Methode werden bestimmte Bereiche abgebunden und in einer besonderen Reihenfolge gefärbt. Meinen Kreis habe ich mit: Dunkelblau, Weiß Dunkelblau und Hellblau gestaltet. 

    Mein Mann hatte richtig Spaß an dem Workshop und hat tolle Ergebnisse mit anderen Mustern erstellt, schaut mal hier. Ich bin ja schwer beeindruckt, wie fingerfertig er ist und wie schön seine Tücher geworden sind. Er war experimentierfreudig und hat wunderschöne Muster gezaubert. 

    Und nun zeige ich euch noch meine zwei drei Arbeiten. Das Dritte ist ganz oben im Post. Ich habe es nachträglich eingefügt, weil es erst am Sonntagnachmittag gefärbt hatte und es noch nicht getrocknet war. Denn, wie immer, war ich viel langsamer als mein Mann, aber das besticken des ersten Tuchs (Bild unten links) dauerte wirklich lange und so konnte ich es erst am zweiten Tag färben. Aber das Ergebnis ist gut, ich bin ganz zufrieden damit. 

    Wir können den Kurs wärmstens empfehlen. Jude ist eine großartige Künstlerin und hat sehr viel Wissen und gibt mit Hingabe ihre tollen Tricks und Kniffe an ihre Schüler weiter.

    Ihr findet Jude auf ihrer Webseite: https://judekingshott.co.uk/  und bei Instagram: https://www.instagram.com/judekingshott?utm_source=ig_web_button_share_sheet&igsh=ZDNlZDc0MzIxNw== 

    Und sie macht weitere Kurse im Textilstudio Jeromin (*hier* die Webpage), und dort ist auch dieser Kurs: Indigo Japan zu finden. Den Kurs gibt es übrigens noch einmal im August 25. Gestern war noch ein Platz frei. 😉

    Viele, kreative Grüße

    verlinkt mit: Creativsalat Linkparty  Froh und kreativ.


    Transparenzhinweis: Die Kursgebühr und das Materialpaket haben wir selbstverständlich selbst bezahlt.

  • mm-Adventskalender Swap2024 – Finale

    mm-Adventskalender Swap2024 – Finale

    Frohe Weihnachten Ihr Lieben,

    heute berichte ich von dem Finale bei Melanies Adventskalender Swap, der auf Instagram stattfand. Ich wurde von Britta aka Quiltgirlie bewichtelt und durfte an 24 Tagen tolle Tüten auspacken. #mm_adventskalenderswap2024 

    Jeden Tag mit Freude und einem Lächeln im Gesicht, denn Britta hat mir meine Wünsche erfüllt und mich reich mit Lieblings-Schokolade und an den Adventssonntagen mit einem Extrageschenk überrascht.

    Schaut mal, was ich bekommen habe.

    WOW, so viele Leckereien und schöne Sachen habe ich bekommen, hier die „besonderen Tage“:

    #1 Handcreme, #6 Klammerkissen, #8 Klammern, #15 zwei Garnrollen in Pink und Türkis, #22 Einstecktäschchen für Nähmaschinennadeln am Schlüsselring.

    Und, nun kommt das Hauptgeschenk, das „Türchen“ #24.

    Ich war komplett sprachlos, als ich Heiligabend das Geschenk ausgepackt habe. Britta hatte all meine Wunsch-Vorschläge in die Tat umgesetzt. Sie hat mir ein superschönes Täschchen genäht, mit Stoffen meiner Lieblingsstoffdesignerin Alison Glass. Als Kombistoff hat sie den tollen Essex Linen von Robert Kaufman verwendet. Ich bin so glücklich über meine neue Sewtogetherbag!! Das Täschchen ist einfach phänomenal schön!

    Auf der Vorderseite hat Britta Garnrollen gepatcht und auf der Rückseite

    mit Streifen einen Regenbogen gezaubert. Auch diese Stoffe sind Favoriten, denn sie sind von Brigitte Heitland, aus der Serie „Spotted“ von Zen Chic für Moda.

    Und innen hat sie ebenfalls diese Stoffe vernäht. Einfach traumhaft schön!!!

    Im Inneren befindet sich auch noch ein eingenähtes Nadelkissen. Was für eine gute Idee! Insgesamt hat sie die Tasche vergrößert, so dass auch meine große Stoffschere hineinpasst. Da bleiben keine Wünsche mir offen. Herzlichen Dank liebe Britta, du hast mit deinen Geschenken bei mir voll ins Schwarze getroffen.

    Herzlichen Dank auch an Melanie, für das Ausrichten des mm_Adventskalender_swap 2024!! Das war wieder ein ganz toller Adventskalender.  Im letzten Jahr war es auch total nett. *Hier* könnt ihr es nachlesen.

    Auch ich habe 24 Geschenke verschickt, davon erzähle ich euch dann zwischen den Jahren. Ihr Lieben, habt noch schöne Weihnachten und genießt die Zeit bis zum Jahreswechsel.

    Nachtrag:

    Wer mal schauen mag, was ich verschenkt habe…

    Schaut sich meinen Blogpost zum Adventskalender Swap – Mein Geschenk für Ulrike  an. 

     

    Da die Aktion #mm_adventskalenderswap2024 auf Instagram veranstaltet wurde, müsst ihr unbedingt auch alle Geschenke, aller Teilnehmerinnen dort bestaunen!! 😉

     

    Viele, liebe Grüße


    Verlinkt mit dem Creativsalat, den Weihnachtsfreuden und der froh und kreativ Linkparty.

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  • Quilt to Bee Nähtreffen in Prüm

    Quilt to Bee Nähtreffen in Prüm

    Im November war ich in der Jugendherberge Prüm, zusammen mit weiteren 12 Nähbienen der Quilt to Bee Nähgruppe und den #fleißigebeenchen. Davon hatte ich euch noch gar nicht erzählt. Judith aka Frau Pappe näht und Sabrina aka Sewma_sam hatten zum ersten Näh-Retreat unserer Beegruppe geladen. Schon die Fahrt in die Eifel war richtig nett, denn die liebe Rike von Fleckchensquilt hat mich mitgenommen und so war die Anreise von Heidelberg in die Westeifel (Rheinland-Pfalz) ein riesiger Spaß.

    Hier ist der Plan, den Judith und Sabrina für uns ausgearbeitet hatten und auch ein Zimmerbild. Was für ein Luxus, jede von uns hatte ein Einzelzimmer und ganz viel Platz!

    Unsere Nährunde ist so eine nette Gemeinschaft mit geballter Kreativität!

    Jede von uns hatte eigenen Projekte dabei und alles ging natürlich um Patchwork und Quilten! Ich hatte mir Bee Blöcke mitgebracht, an denen ich weitergearbeitet habe. Hier die Flying Geese für Sabrina, die Scrap in a Box Blöcke für Mandy und die Greatfulhearts für Andrea. Natürlich haben wir auch ganz viel erzählt und hatten jede Menge Spaß zusammen.

    Einige haben ein kleines Täschchen, das Zola Pen Case mit Rike genäht.

    Hier sind alle zusammen und meine ist die zweite von rechts.

    Rikes ist sehr cool geworden, mit der Tula Pink Giraffe im Inneren.

    Es wurden fertige Quilts gezeigt, …

    Der Quilt ist aus dem Buch: Fat Quarter Workshop, genäht von Manu _butterblume_21

    Dann der Trip around the world Quilt von Mandy _mandy.g .

    Es gab Projekt-Besprechungen in gemütlicher Runde.

    Es wurden allerhand Blöcke genäht, Vögel und Kreise.

    Hier steht Rike mit ihren runden Blöcke, für den Midnightsunquilt von Warmfolks.

    Sehr haben wir uns auch über die Goodiebags gefreut, die Judith und Sabrina für uns vorbereitet hatten. Solche Projektmappen kann man immer gut gebrauchen! Sehr gefreut hatte ich mich auch über das kleine Täschchen mit den Bienenmuster von Rike und der Sprühflasche von Anja mit Krauseminze Wasser zum Bügeln! Dann gab es noch Garn, ein Handmaß und einen Nahtrenner von Mettler, eine Überraschungstüte von Nähgedöns, Magic Pins, Bernina Label und ein Info-Blatt von der Quiltzauberei für das Einstellen der Fadenspannung. Super schöne Geschenke!

    Ja, wie man sieht, wir hatten richtig Spaß zusammen und im November 2025 treffen wir uns wieder in Prüm. Darauf freue ich mich jetzt schon sehr!

    Mit dabei waren:

    Judith  @frau_pappe_naeht & Sabrina @sewma_sam, Anja @anjaausc, Manu @_butterblume_21
, Rike @fleckchensquilt,  Christina @nfo_von_einhorn, Jana @janaguckt, Mandy @_mandy.g, Birgit @das.fraeulein.b
, Andrea @sewfullofdreams, Maria @wasmitstoff 
und Beatrice @phantasievoll.kreativ. Schade, dass Andi @fethi_s_kreativbude nicht dabei sein konnte, wie haben sie vermisst!

    Ihr Lieben, habt einen schönen Sonntag und bleibt kreativ, denn Nähen macht glücklich!

    Liebe Grüße

  • Meine Teilnahme am Online Kurs Watercolor Quilt mit Carolina Oneto

    Meine Teilnahme am Online Kurs Watercolor Quilt mit Carolina Oneto

    Anfang Oktober fand der Online Life Workshop: WATERCOLOR QUILT mit Carolina Oneto statt. Der Kurs fand via Zoom online an zwei Abenden statt. Im ersten Teil habe sehr viel über Farblehre, Farbtheorie, den chromatischen Kreis und die drei Variablen der Farben kennengelernt. Dann wurde zugeschnitten und genäht, um das erlernte umzusetzen. Die Kursleiterin hat Tipps und Tricks vermittelt und dazu beigetragen, dass die Teilnehmerinnen mit ihrer Hilfe einen watercolor quilt nähen konnten. 

    Carolina Oneto ist eine sehr sympathische Frau, die den Kursinhalt gut vermitteln konnte und es hat sehr viel Spaß gemacht an diesem Zoom Meeting teilzunehmen und dem Unterricht zu folgen. Der Kurs wurde in englischer Sprache abgehalten und es haben ca. 20 Teilnehmerinnen mitgemacht. Aktiv dabei waren allerdings nur etwas die Hälfte.

    Hier eine Zusammenfassung:

    Kursbeschreibung: Watercolor-Quilt – Farben und Formen im Einklang

    In diesem inspirierenden Kurs wurde den Teilnehmern der gesamte Prozess des Erstellens eines „Watercolor-Quilts“ nähergebracht. Der Kurs führte Schritt für Schritt durch die Techniken und Konzepte, die notwendig sind, um einen Quilt zu entwerfen, der die sanften Übergänge und die fließende Harmonie eines Aquarellgemäldes widerspiegelt.

    Farbtheorie und ihre Anwendung im Quilt

    Zu Beginn des Kurses wurde die Farbtheorie nähergebracht. Die Kursleiterin erklärte ausführlich den chromatischen Kreis sowie die drei Variablen der Farbe – fundamentale Konzepte, die als Grundlage für kreative Arbeiten mit Stoff und Farbe dienen. Mit diesem Wissen ausgestattet, konnten die Teilnehmer lernen, wie sie Stoffe gezielt auswählen, um sanfte, ästhetische Übergänge und harmonische Farbverläufe zu erzielen.

    Der kreative Prozess: Von der Stoffauswahl bis zum Quilt

    Der Kurs führte die Teilnehmer durch den gesamten kreativen Prozess: von der Auswahl der Stoffe über das Schneiden bis hin zum Nähen des Quilts. Besonders betont wurde die Bedeutung der Improvisation – genau wie bei der Malerei mit Aquarellfarben. Dennoch gibt es einige grundlegende Prinzipien, die dafür sorgen, dass der Quilt eine wunderschöne und harmonische Bewegung erhält.

    Improvisation mit Struktur

    Die Teilnehmer erfuhren, wie sie auf kreative Weise und mit viel Freiraum arbeiten konnten, dabei jedoch immer eine ausgewogene Struktur und Harmonie in ihrem Quilt bewahren. Durch das Erlernen dieser Balance konnten sie sich sicherer fühlen, wenn sie künftig eigene Quilts entwerfen, die sowohl improvisiert als auch harmonisch sind.

    Am Ende des Kurses waren die Teilnehmer nicht nur mit einem eigenen „Watercolor-Quilt“ ausgestattet, sondern verfügten auch über neue Techniken und farbtheoretische Kenntnisse, die ihnen helfen, zukünftige Quilt-Projekte mit mehr Selbstvertrauen und Kreativität zu gestalten.

    Termine: 

    • 07.10.2024         16-21 Uhr
    • 04.11.2024         16-18 Uhr

    Time: Oct 7, 2024 09:00 AM Central Time (US and Canada)

    Für den ersten Termin sollte man Unifarbene Patchwork Stoffe mit Farbverlauf vorbereiten.

    Im Kurs fand zuerst eine Erklärung der Farblehre statt, dann wurde erklärt, wie ein Watercolor Quilt genäht wird. Jeder nähte dann aus Streifen zusammengenähte Stoffstücke, die dann an einem Designboard farblich zusammengelegt wurden. Jede Teilnehmerin für sich. In Extra „Zoom-Räumen“ gab es Besprechungen mit Carolina Oneto, die Tipps gab, wie man den Watercolor Quilt zusammenlegt, damit ein „Movement“, also eine harmonische Bewegung entsteht. Das war sehr interessant!

    Da ich im Kurs Schwierigkeiten mit der Zoom-Übertragung hatte, konnte ich nicht aktiv an dem Kurs teilnehmen, also auch keine Fragen stellen. Auch hatte ich kein Designbord, also hängte ich meine Streifen zum Zeigen an die Schräge. 

    Das Arrangieren der Stoffstücke ohne Designbord war sehr zeitaufwändig, sprich die anderen Teilnehmerinnen waren in ihren Nähzimmern schneller fertig. Nach diesem Abend bestellte ich mir einen speziellen „Framework Flannel“ von Robert Kaufman, zum Aufspannen auf eine Leinwand, mit der Größe von 1,20 x 1,20m. So habe ich mir ein Designbord gebaut, die nach Bedarf auf und wieder abgebaut werden kann. 😉 

    Mein Mini-Quilt ist in Arbeit und wird in den Ferien fertiggestellt. 

    Fazit: Der Kurs war super interessant und mit der Farb- und Stofflehre sehr lehrreich. Ich kann jedem empfehlen einen Online Kurs bei Carolina Oneto zu machen. Voraussetzung, man hat ein Designbord und man ist der englischen Sprache mächtig!! 😉

  • Das letzte Nähtreffen im Juli vor der Sommerpause…. NähHD 29

    Das letzte Nähtreffen im Juli vor der Sommerpause…. NähHD 29

    Unser letztes Nähtreffen vor der Sommerpause fand Mitte Juli statt – wie immer im Gemeindehaus der Friedenskirche in Heidelberg-Handschuhsheim. Bereits um 8:30 Uhr versammelten sich die ersten fleißigen Helferinnen, um gemeinsam die Tische für unsere 20 Nähplätze aufzubauen. Es ist einfach großartig, wie schnell das geht, wenn so viele helfende Hände anpacken! Auch ein paar Kabelrollen wurden aufgestellt, und zwei Tische wurden mit Schneidematten als Zuschneideplätze reserviert. Ein Behälter für Stoffreste durfte natürlich nicht fehlen, denn aus Reststoffen lassen sich oft wieder tolle, neue Dinge zaubern.

    Ein Buffet der besonderen Art

    In der Küche richteten wir unser traditionelles selbstorganisiertes Buffet ein – schließlich ist Nähzeit kostbar, und zwischendurch soll sich jede stärken können. Nachdem alles aufgebaut war und die Kaffeemaschine lief, ging es los mit unserem kreativen Nähtag. Der Wetterbericht hatte uns einen heißen Tag vorhergesagt, und tatsächlich kletterten die Temperaturen bis zum späten Nachmittag über 30°C. Doch davon ließen wir uns die Laune nicht verderben – im Gegenteil!

    Eine kleine Überraschung: Goodies für alle

    Wie immer gab es auch dieses Mal kleine Geschenke für die Teilnehmerinnen. Dank großzügiger Sponsoren wie Bettina von Blue Betti, die uns eine große Kiste wunderschöner Stoffe zur Verfügung stellte, hatte jede etwas Schönes zum Verarbeiten.

    Auch Mettler hatte uns Baumwoll- und Polyestergarne sowie Nahttrenner geschickt – eine perfekte Kombination für alle, die entweder Patchwork-Projekte oder Kleidung nähten. Besonders aufregend: Das Patchworkstadel sponserte Baumwollkordeln und eine Anleitung, damit wir uns am Nähen von Kordelkörben versuchen konnten. Und tatsächlich entstanden einige wunderschöne Kordelkörbe! 

    Besten Dank ♥ an die Sponsoren, die Mädels waren hocherfreut! Andrea nähte sage und schreibe fünf Körbe, Angelika nähte zwei und Christine einen! Andere nahmen die gesponserten Kordeln mit nach Hause, um sie dort auszuprobieren. Ich freue mich sehr, dass wir alle die Möglichkeit hatten, diese Art der Korbherstellung kennenzulernen!

    Kreative Projekte und reger Austausch

    Nachdem alle Teilnehmerinnen angekommen waren, machten wir zunächst ein Gruppenfoto auf dem Spielplatz. Danach verteilten sich einige direkt am Buffet für einen kleinen Gaumenschmaus, während andere sich wieder an die Nähmaschinen setzten, um weiter an ihren Projekten zu arbeiten.

    Es war toll zu sehen, was für kreative Arbeiten mitgebracht wurden: Christine arbeitete an ihrem bunten Streifen-Quilt und einer Kordelschale, Andrea brachte das Binding an ihren blau-weißen Quilt an, und Simone nähte ihre dritte Palazzo-Hose aus einem weichen, türkisfarbenen Stoff. Maren quiltete ihren „Make“-Quilt, Silke schnitt ein neues Quiltmuster zu, und Michaela arbeitete an runden Stoffbehältern mit Deckel. Angelika hatte ihre Handnäharbeiten dabei und nähte einen wunderschönen EPP-Block vom Cherishquilt – der Stoff mit den Rollschneidern in der Mitte war einfach klasse!

    Trotz der Hitze waren alle hochmotiviert und produktiv. Ein Ventilator wäre vielleicht noch das i-Tüpfelchen gewesen – das merke ich mir fürs nächste Mal!

    Auch die Kleidungsliebhaberinnen kamen auf ihre Kosten: Schnittmuster wurden abgepaust, Blusen geändert, und Amrei nähte aus kariertem Stoff kleine Mäppchen. Sandra entschied sich für eine maritime Strandtasche, während Christa hübsche Täschchen mit querliegenden Reißverschlüssen nähte. Daniel, der natürlich ebenfalls seine Handnäharbeiten mitgebracht hatte, arbeitete – wie sollte es anders sein – an EPP-Blöcken. Und Silke war fleißig am Zuschneiden ihres nächsten Quilts. Für ein Pläuschchen war zwischendrin immer mal Zeit. 

    Silke aka inspiriert durch quilten & Daniel aka Danjacks

    Mein eigenes Projekt

    Ich selbst hatte Patchworkstoffe dabei, um eine Quilt-Rückseite zu nähen. Außerdem stand mein heißgeliebter Rucksack auf dem Programm – der Reißverschluss musste ausgetauscht werden.

    Alles in allem war es ein wunderschönes Treffen, voller kreativer Energie und toller Gespräche. Renate aka rlebt zeigte uns noch ihre Hexie-Nähwerke – die Taschen, die sie gemacht hat, sind einfach atemberaubend!

     

    Ein schöner Abschluss und Vorfreude auf den Herbst

    Nun freue ich mich schon auf unser nächstes Nähtreffen im Oktober nach der Sommerpause. Bis dahin genießt die warmen Tage und sammelt viele kreative Ideen für den Herbst!

    Viele liebe und kreative Grüße!


    „Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI-Technologie überarbeitet, um den Inhalt zu verfeinern und ihn für die Leser noch ansprechender und interessanter zu gestalten. Die kreative Grundlage und Idee stammen aus eigener Hand, während die KI als Werkzeug diente, um Stil und Lesefluss zu optimieren.“

    verlinkt mit dem Samstagsplausch, Creativsalat, Quilting & Patch 

  • Meine Improv Blöcke für den Community Outreach Quilt 2025

    Meine Improv Blöcke für den Community Outreach Quilt 2025

    Letzte Woche Montag saß ich zum ersten Mal wieder an der Nähmaschine. Ich hatte mich im Juli als Teilnehmerin bei der Rhein-Modern-Quilt-Guide, kurz Rhein-MQG zur Challenge für das Nähen von 4 Blöcken, für den Community Outreach Quilt der QuiltCon 2025 in Phoenix, AZ angemeldet. Insgesamt machen 100 TeilnehmerInnen der Gilde mit. Und, da wir im Frühjahr nach USA reisen, werde ich den Community Quilt direkt vor Ort sehen können. Darauf freue ich mich sehr. Ich hatte mich Ende Juli, für ein paar Kurse angemeldet. Die ganze Anmeldung war sehr abenteuerlich, weil die Webseite in USA Schwierigkeiten hatte und am Ende auch abgestürzt war. So viele wollten sich gleichzeitig anmelden. Bei uns kam erschwert auch noch die Zeitverschiebung hinzu, denn wir befanden uns zu dem Zeitpunkt in Japan/Tokyo. Aber wir haben es geschafft und ich bekam noch in derselben Nacht die Bestätigung der Teilnahme an drei Workshops! Juhuu!

    Aber nun erzähle ich euch ein bisschen über meine ersten Nähversuche, nach der Radiusfraktur OP vor zwei Wochen. Radiusfraktur? Ja, ich hatte am zweiten Tag unserer Japan Reise einen Unfall auf der Straße. Ich stolperte unglücklich und brach mir dabei den linken Arm. Davon und von der erlebnisreichen Japan Reise erzähle ich euch nächstes Mal. 

    Das Beginnen an der Nähmaschine war nicht spektakulär, obwohl die Hand nicht so wollte wie ich es gewohnt war. Allein das Aufspulen des Baumwollgarns hat mehr als 10 Minuten gedauert. Das linke Handgelenk war nach dem Armbruch Ende Juli erst 3 Wochen in Japan und jetzt nach der OP nochmal 2 Wochen ruhiggestellt. So, dass das Handgelenk nun fast steif ist. Es wird noch viele, viele Wochen dauern, bis ich meine Hand wieder „normal“ nutzen kann.

    Das Nähen selbst funktioniert gut, nur das Schneiden mit dem Rollschneider ist für „gerade Strecken“ ein Desaster. Ich darf die linke Hand nicht zum Abstützen benutzen, da die maximale Last in den ersten 6 Wochen nur 1 kg betragen darf. Was geht ist, wenn mein Mann mir beim Zuschnitt hilft. Hach, er ist wirklich eine treue ♥ Seele. Und, glücklicherweise sind die Blöcke für den Community Quilt „Improv“ Blöcke, also Blöcke ohne festgelegte Muster. Improv Blöcke näht man in der Regel, ohne den Stoff vorher mit dem Lineal zuzuschneiden. Aber mit der freien Blockkonstruktion habe ich so meine Probleme *lach*. Ja, es fällt mir schwer Improv Blöcke zu nähen, dass gebe ich offen zu. Gut war jetzt, … ich konnte auch mit der Schere grob schneiden. Aber nach jedem Block, war ein längeres Päuschen nötig. Da aber die Blöcke auf das Maß 4,5 Inch getrimmt werden mussten, habe ich das natürlich mit dem Lineal und Rollschneider gemacht. Anders konnte ich mir das nicht vorstellen. 

    Am Dienstag hatte ich keine Zeit zum Nähen, denn wir hatten lieben Besuch bekommen. Meine Näh- und Bloggerfreundin Marita aka Marita BW Handmade mit Mann und Enkel haben uns in Heidelberg besucht und wir haben die Zeit so nett verbracht. Wir trafen uns im Heidelberger Restaurant Olive und machten anschließend noch eine Besichtigungstour zur Thingstätte auf dem Heiligenberg. Ein schönes, grünes Plätzchen, um der Hitze zu entfliehen.

    Marita hatte ihre Blöcke für den Community Quilt schon längst fertig und verschickt.

    Am Mittwoch habe ich noch ein paar zusätzliche Blöcke genäht, weil ich unsicher war mit der Improv-Block-Konstruktion. Glücklicherweise hatte ich noch ein paar 5″ Quadrate aus dem Charm Pack „Make Time“ von Aneela Hoey dafür nehmen können. Sonst hätte ich keine monochrome Kombistoffe zum Bella Solid – Pale Pink gehabt.

    Das Farbschema wurde vorher auf die TeilnehmerInnen nach Wunschfarbe oder freie Auswahl zugeteilt. Das Quiltmuster ist noch geheim und darf nicht verraten werden. Mein Hauptstoff „Pale Pink“ und weitere, schlichte Kombistoffe hatte ich im Vorfeld im Laridae Quiltingshop gekauft. Dort und auch bei Blue Betti gab es extra für die Teilnehmer einen kleinen Rabatt. Wie nett!

    Ich finde alles, was mit dieser Challenge zusammen hängt hochinteressant. Wie wohl alle Blöcke zusammengenäht aussehen werden? Es bleibt spannend!

    Hoffentlich sind meine Blöcke ok!! Was meint ihr dazu? 

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

     


    Dieser Beitrag ist verlinkt mit den Linkpartys: Creativsalatfroh und kreativPatchwork and Quilts und dem Samstagsplausch.